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Andacht: Rache ist süß?

Diese Andacht ist Teil der Jugendleitermail 220: Rache ist süß?.
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„Herr! Der, der mich heute beleidigt hat – bitte sorge dafür, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Dass er seinen Job verliert. Seine Kinder sollen ihren Vater verlieren, seine Frau soll einsam sein. Sorge dafür, dass er überfallen wird und nichts behält. Ruiniere seinen Ruf, sorge dafür, dass man sich nur noch negativ an ihn erinnert.“

Kann man so wirklich beten? Manchmal kommen mir ja tatsächlich solche Gedanken, und dann würde ich am liebsten... naja, steht ja schon oben. Aber betet man das wirklich? Kann man Gott so etwas „vorsetzen“? Wenn ich schon schlechte Gedanken habe – sollte ich da nicht aufpassen, dass Gott das nicht merkt?

David hat tatsächlich so gebetet. Das Gebet oben ist eine „leichte“ Umformulierung der ersten Verse in Psalm 109. Er muss scheinbar wirklich wütend gewesen sein, wenn er so etwas betet – und das, obwohl er selbst sich auch nicht immer ganz korrekt verhalten hat. Uns ist sein Gebet sogar in der Bibel überliefert – und wir können eines daraus lernen: Wir können zu Gott kommen, mit was immer wir wollen. Mit unserem Zorn genauso wie mit unserer Freude. Da kann man schon mal seine Wut herausschreien – Gott scheint damit umgehen zu können.

Irgendwie erinnert mich das an das typische Psychiater-Spiel: Man nimmt ein Kissen oder einen anderen Gegenstand, stellt sich vor, das sei die Person, auf die man wütend ist, und brüllt los. Oder schlägt auf das Kissen ein. Das Ergebnis: Man ist seine Wut los und kann wieder erleichtert durchs Leben gehen, bis man die Person wieder trifft und der nächste Kissen-Einsatz in greifbare Nähe rückt. Dann versteht man irgendwann auch, warum ein goldenes Kalb, der Mammon oder ein Stück Holz – kurz: alles, was man so als „Götzen“ zusammenfasst – doch nur Dinge sind, die kein Leben, keine Macht in sich haben.

Gut, dass wir Gott haben – bei ihm ist Zorn gut aufgehoben. Er selbst ist auch voller Zorn – im Alten Testament lesen wir häufiger davon. Bei uns ist der Zorn vielleicht nicht immer berechtigt, vielleicht manchmal auch schon.

Gott möchte Gerechtigkeit und kann uns vergeben, da Jesus am Kreuz für unsere Schuld gestorben ist. Genauso ist Jesus auch für die Schuld der anderen am Kreuz gestorben – und so können auch wir vergeben. Vielleicht beginnt man sein Gebet mit zornigen Ausdrücken, so wie das David getan hat, vielleicht kommt man aber auch gleich zum Schluss: der Bitte an Gott, einem Kraft zu schenken, jemandem zu vergeben. Ich bin mir sicher, dass das nicht nur Gott gefällt oder gut für den anderen ist, sondern auch mir mehr Ruhe schenkt, mehr als mir jedes Kissen oder andere Gegenstand jemals geben kann.

Anmerkungen zur Andacht Rache ist süß? | Selbst was schreiben

Andacht vom 03.11.2010 zur Bibelstelle Psalm 109

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