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Andacht: So richtig ausschlafen

Schnellfinder: Mehr zum Thema Vertrauen, Glaube, Sorgen abgeben, Geborgenheit, Schlafen
Vor kurzem war mal wieder einer von den Tagen, die ich am liebsten in die Tonne geklopft hätte. Spät ins Bett - nur 4,5 Stunden geschlafen - und dann musste ich früh um 7.00 Uhr wieder raus. Puuh – das war ein übler Tag. Ich war lustlos, gereizt, mo-tivationslos, usw. Meine Spannkraft und mein Vertrauen auf Gott gingen an diesem Tag gegen null. In der nächsten Nacht konnte ich zum Glück alles wieder nachholen …

Mir ist mal wieder bewusst geworden: Schlafen und geistliches Leben haben viel miteinander zu tun. Wer zu wenig schläft, dessen Glaube wird darunter leiden. Und nicht nur der Glaube wird in Mitleidenschaft gezogen. Der ganze Tag kommt in Schieflage, wenn du zu wenig Schlaf bekommst.

Jeder hat sein eigenes Schlafpensum. Wer gut schlafen kann und so viele Stunden schläft, wie er braucht, der kann mit neuer Kraft, Energie und Mut in den Tag starten. Wenn ich ausgeschlafen bin, gehe ich motiviert in den Tag - auch dann, wenn es viel zu tun gibt.

Der Autor Thomas Härry hat in dem Buch „Voll vertrauen“ eine interessante Entdeckung gemacht (die mich zu dieser Andacht veranlasst hat :-). Er schreibt: „Schlafen ist eine geistliche Angelegenheit.“ Und dann nennt er einige Bibelstellen, die zeigen, dass tiefer Schlaf etwas mit Vertrauen zu Gott zu tun hat. So heißt es in Ps. 4,9: „Mich quält keine Sorge, wenn ich mich niederlege, ganz ruhig schlafe ich ein, denn du, Herr hältst die Gegner von mir fern und lässt mich in Sicherheit leben“. Auch Jesus hat mitten im Sturm geschlafen. Ein Ausdruck seines Vertrauens und tiefen Geborgenheit beim Vater.

„Manchmal ist Schlafen das Geistlichste, das wir tun können“ schreibt Harry „Nie-mand von uns kann seinen Körper zwingen, dass er nun schlafen soll. Schlafen ist das Resultat unseres Loslassens.“

Wenn wir schlafen, schläft Gott nicht. In Ps. 121,3 heißt es: „Der dich behütet, schläft nicht“. Das ist beruhigend. Während wir nichts mehr tun können, tut Gott etwas. ER tut das Entscheidende. Wir vertrauen darauf, dass Gott all das tut, was nicht in unserer Macht steht.

Und am Ende nennt Härry den Schlaf die „Königin der geistlichen Disziplinen“. Und weiter sagt er: „Wenn wir schlafen, drücken wir deutlicher als irgendwo sonst aus, dass wir glauben und vertrauen, dass das Entscheidende für unser Leben von Gott kommt, nicht von uns selbst“.

Das ist doch mal ein Grund, so richtig auszuschlafen. Sich bei Gott fallen zu lassen, Sorgen abzugeben, bei IHM zur Ruhe zu kommen.

Also dann wünsch ich dir mal eine gute Nacht!

Anmerkungen zur Andacht So richtig ausschlafen | Selbst was schreiben

Andacht vom 14.11.2012 zur Bibelstelle Psalm 3,6

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