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Artikel: Jugendevangelisation – auch kleine Jugendgruppen können es wagen!

Jugendevangelisation ist beides, Erntezeit und Menschenrettung. Viele unserer Kinder und Jugendlichen besuchen jahrelang unsere Gruppenstunden und Veranstaltungen. Sie sind begeistert dabei, erleben großartige Programme und hören wieder und wieder die biblische Botschaft. Sie werden von uns gehegt und gepflegt. Sie erleben Begleitung und Unterstützung. Plötzlich aber sind sie wie vom Erdboden verschwunden! Manchmal liegt es schlicht daran, dass wir sie nie herausgefordert bzw. direkt eingeladen haben, ihr Leben Jesus Christus auszuliefern. Gut gemeint haben wir ihnen ganz viel Liebe geschenkt, aber die Ernte haben wir ausfallen lassen, den „Rettungsversuch“ haben wir unterschlagen.
Nein, Jugendevangelisation ist kein „Muss“ und kein Erfolgsrezept, aber es ist unsere Bemühung, jungen Menschen den Schritt zu Jesus hin so einfach wie möglich zu machen und gleichzeitig die persönliche Entscheidung zu vertagen.
Ist es uns allen noch bewusst, dass es um Menschenrettung bei allen unseren Bemühungen geht? Wir machen das Leben nicht nur ein wenig sinnvoller, fröhlicher und abwechslungsreicher, sondern unser Auftrag ist es, junge Menschen vom Tod ins Leben, vom Dunkel ins Licht zu rufen.
Eine Jugendevangelisation ist eine herausragende Möglichkeit dazu.
Jugendevangelisation ist Erntezeit!
Jugendevangelisation ist Rettungsversuch!

Wir wollen also nicht nur junge Menschen mit dem Evangelium „erreichen“, sondern wir wollen retten.

Das ist das Ziel einer Jugendevangelisation.

Vom Ziel her entwickeln wir das Konzept und die Schritte für eine Jugendevangelisation.

Ein paar Vorbemerkungen
- Habt den Mut zur kleinen Besucherzahl.
- Auch mit wenigen Mitarbeitern ist eine Jugendevangelisation durchführbar (fünf bis acht Mitarbeiter).
- Lasst euch von außen beraten und helfen, zum Bespiel von einem Jugendreferenten, Prediger oder Pfarrer, der schon Erfahrung mit dem Thema hat.

Schritte zur Planung, Vorbereitung einer Jugendevangelisation

1. Zielgruppe
Schüler im Alter zwischen 13 und 18 Jahren. Bitte alle Schüler im Auge haben – von welcher Schule kommen sie (Schultyp?).

2. Dauer einer Jugendevangelisation
Mindestens drei Abende, bewährt haben sich fünf oder mehr Abende, damit ein geistlicher Prozess in Gang kommen kann.

3. Ort
In der Regel empfiehlt es sich, die eigenen Räume zu nehmen. Daraus ergibt sich eine „Gewohnheit“ für die Zeit nach der Jugendevangelisation. Das spart Kosten. Wir können die Räume freier gestalten und nutzen.

4. Evangelist
Ladet euch einen begabten Jugendevangelisten ein.

5. Themen
Sprecht sie mit dem Evangelisten ab. Denkt daran, dass ihr evangelisiert! Bei der Mitte, bei Jesus bleiben! Für viele ist Zachäus heute ein Unbekannter! Habt Mut zu klaren, evangelistischen Formulierungen.

6. Termin
Möglichst in der Schulzeit, damit ihr durch Schuleinsätze auf eure Jugendevangelisation aufmerksam machen könnt.

7. Uhrzeit und Dauer
Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 19:30 Uhr
Ende: 20:30 Uhr
Bistro: 21:30 Uhr Ende

Das Programm ist sehr kurz gefasst, also ein Abend sollte nicht länger als 75 Minuten dauern. Wir wollen, dass die jungen Menschen am nächsten Abend wiederkommen dürfen.

8. Programminhalte für einen Abend
- Musik bzw. Singen
Es reichen sieben Lieder für alle Abende. Bitte wählt Lieder mit deutschen Texten aus Liebe zu den Schülern. Ermutigt eure Teens, eine Band zu machen oder fragt eine Band aus eurem Umkreis an.
- Videoclip, PPP, Anspiel, Spiel – kurz, max. 5 Minuten
- persönlicher Bericht eines Mitarbeiters
Unverzichtbar! Thema: Was ich mit Jesus erlebt habe oder warum ich Jesus Christus nachfolge.
- Verkündigung durch den Evangelisten
- Bistro
Lasst euch von den Erwachsenen bei der Durchführung und Einkaufsplanung helfen. Sie helfen gerne!!!

9. Aufruf zur Lebensübergabe an Jesus Christus
An diesem Punkt gibt es oft Streit. Im Vorfeld klar absprechen. Den Evangelisten fragen, wie er den Aufruf gestaltet. Große Einmütigkeit unter den Mitarbeitern ist sinnvoll. Evangelisation kann auch ohne Aufruf geschehen, aber bitte denkt an die Erntezeit und den Rettungsversuch.

10. Werbung
Durch die vielen Internetdruckereien können heute Flyer und Plakate sehr günstig hergestellt werden.

11. Schuleinsätze
Entweder ihr gestaltet selber Unterricht oder ihr ladet Gäste ein, die für euch ein interessantes Programm gestalten. Es gibt eine Reihe von Künstlern, die gerne bei Schuleinsätzen mithelfen. Mit dem Schuleinsatz erreichen wir unsere Zielgruppe. Gute Kontakte in die jeweiligen Schulen sind hilfreich. Wer kennt wen?

12. Technik
Ist heute kein Problem mehr. Entweder ihr besitzt alles selber oder ihr könnt in eurer Nähe alles günstig ausleihen. Vergesst nicht eine Technikversicherung abzuschließen.

13. Kosten
Je nach Unterstützung von außen und Dauer können die Kosten sogar bei unter 1.000 Euro liegen. Habt Mut, ihr findet Spender!

14. Dekoration
Ist schön, muss aber nicht sein. Auch hierfür lassen sich ehemalige Mitarbeiter oder Eltern gewinnen.

15. Nacharbeit
Plant, wie es nach der Jugendevangelisation weitergeht. Eine Hilfe kann z.B. der Glaubensgrundkurs: „Ankommen“ vom Deutschen EC-Verband sein.

Dieses Konzept ist über Jahre entwickelt worden, damit vor allem kleine EC-Jugendarbeiten eine Jugendevangelisation wagen können.

Zum Schluss eine Bitte: Jede Jugendevangelisation fängt mit einer Gebetsvorbereitung an. Betet schon Monate im Voraus dafür. Ermutigt Beter, sich an den Abenden zu treffen. Es gibt bestimmt Beter, die hinter euch stehen.

Gott segne und ermutige euch in euren evangelistischen Bemühungen!

Ein Artikel aus dem Magazin TEC. Autor Klaus Stoll.
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Anmerkungen zum Artikel Jugendevangelisation – auch kleine Jugendgruppen können es wagen! | Selbst was schreiben

Jugendevangelisation – auch kleine Jugendgruppen können es wagen!

Kooperation mit der Zeitschrift tec aus dem Born-Verlag

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