Hi!

Sorgen machen ist irgendwie menschlich. Gerade in der Herbstzeit scheinen die Sorgen manchmal überhand zu nehmen. 
Was hilft aus dem Sorgen-Strudel raus zu kommen?
Ein paar Gedanken dazu findest du in der Andacht unten.

Wir wünschen dir viel Gelassenheit und Segen für diese Woche!
Dein
Heiko und Stephan

1. Ein Wort zur Ermutigung

Seht euch die Vögel an! Sie säen nichts, sie ernten nichts und sammeln auch keine Vorräte. Euer Vater im Himmel versorgt sie. Meint ihr nicht, dass ihr ihm viel wichtiger seid? 
Matthäus 6,26

2. Denk an den Spatz

Am Anfang des Jahres mache ich immer ein paar Tage der Stille in einem Haus der Besinnung. Fünf Tage Schweigen. Einfach still sein, hören, beten, mit Gott reden. In sich selbst hineinhören. Auch beim Essen wird geschwiegen – das ist eine krasse Erfahrung – aber es tut sehr sehr gut.

Wenn man beim Essen nicht redet ist es interessant, dass man das Essen viel bewusster wahrnimmt. Das Essen schmeckt besser, intensiver, wenn man es bewusst zu sich nimmt.

Während einem dieser Essen sah ich aus dem Fenster. Da waren ein kleine Spatz, der da vor dem Fenster auf und ab hüpfte. Dann hüpfte er zum Vogelhäuschen, pickte dort ein bisschen herum, flatterte auf und ab und pickte wieder ein Korn auf … und so ging das Schauspiel vor sich hin.

Ich hab dann so drüber nachgedacht über den kleinen Vogel.

So ein schutzloses Tier. Klein, zerbrechlich, unscheinbar. Und dann hüpft er da auf und ab, nimmt sich, was er braucht. Und wenn er fertig ist, fliegt er wieder heim ins Nest.

Dieser Vogel hat keinen Finger krumm gemacht. Er kam nur an, hat es sich gut gehen lassen und flog wieder davon.

Dieser Spatz hat keinen Gedanken verschwendet: „Woher kommt nur heute mein Essen, wie versorge ich mich heute? Hoffentlich liegt genug herum am Vogelhäuschen – hoffentlich haben die anderen nicht alles weggefressen.“

Nein! Er ist einfach gekommen, hat gepickt, sich gefreut und ist wieder weggeflogen.

Und ich hab mir damals gedacht: „Warum mache ich mir so viele Sorgen. Ums Geld, um die Kinder, um das Auto, um unser Projekt, um die Zukunft? Ich will so wie dieser Spatz werden – ich will einfach kommen – das nehmen, was Gott mir schenkt – und dann wieder fröhlich weiterflattern.

Das hab ich mir damals am Anfang des Jahres vorgenommen …

Aber als ich wieder zuhause war, hat mich die Realität ganz schnell wieder eingeholt. Ich muss mich immer wieder neu ermuntern: „Denk an den Spatz, Stephan – denk an den Spatz!“

Im Laufe des Jahres hab ich mir das immer wieder vornehmen müssen … und ich bin froh, dass ich die nächste Schweigezeit schon wieder gebucht habe …und dann werde ich wieder in Ruhe die Vögel beobachten 🙂

(Stephan Münch)

3. Tipp für die Praxis

Probiere es doch einmal selbst auf. Einen Vormittag, einen Tag einfach mal Schweigen – und nur mit Gott reden … und mit dir selbst 🙂 
Oder du buchst sogar ein ganzes Wochenende in einem Haus der Stille. Kann ich nur empfehlen.

4. Echt witzig

Auf einem Managerseminar: 30 Teilnehmer aus aller Welt treffen sich zu einem Wissenstest. „Der Modus ist einfach“, erklärt der Seminarleiter, „ich nenne ein Zitat, Sie sagen mir, wer es wo und wann gesagt hat: Vom Eise befreit sind Strom und Bäche…“ Eisiges Schweigen, bis sich ein Japaner meldet: „Johann Wolfgang von Goethe, Faust, Osterspaziergang, 1806.“ Alle murmeln anerkennend. Der Seminarleiter nennt das nächste Zitat: „Der Mond ist aufgegangen, die goldenen Sternlein prangen…“ Wie aus der Pistole geschossen kommt die Antwort vom Japaner: „Matthias Claudius, Abendlied, 1782.“ Die anderen Teilnehmer sehen betreten zu Boden, als der Seminarleiter wieder loslegt: „Festgemauert in der Erden…“ „Schiller „,strahlt der Japaner, „das Gedicht von der Glocke, 1799.“ In der ersten Reihe murmelt einer der Manager: „Scheiß Japaner!“ Wieder ertönt die Stimme des Japaners:“Bill Gates, CEBIT, 2001!“

5. Copyright

Die Jugendleitermail das Jugendleiternetz sind ein kostenloses Angebot für Mitarbeiter in der Jugend- und Gemeindearbeit – erstellt von Stephan Münch / Orientierungsjahr Lebenstraum (www.dein-lebenstraum.com) und Heiko Metz / Ev. Hochschule Tabor in Marburg (www.eh-tabor.de)


Stephan Münch

Ich bin verheiratet, hab vier geniale Kinder. Meine Frau und ich leiten gemeinsam das Orientierungsjahr Lebenstraum. www.dein-lebenstraum.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.