Hallo!

Was für Auswirkungen hat meine Arbeit als Jugendleiter überhaupt? Manchmal ist das echt frustrierend, wenn es nicht so läuft, wie du es dir vorstellst.

Unten findest du ein paar Gedanken dazu, was Gott tun kann, wenn ein Jungscharleiter treu seinen Dienst tut.

Wir wünschen dir Gottes fetten Segen für diese Woche!

Dein

Heiko und Stephan

 

Zur Ermutigung

Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So groß ist seine Kraft, die in uns wirkt.

Eph. 3,20

 

Als ich 10 Jahre alt war ging ich in eine Jungschar.

Unser Jungscharleiter hieß Hans. Wir waren fünf Jungs, die eigentlich immer nur rauswollten. Und Hans war manchmal ganz schön überfordert mit uns.

Manchmal kamen drei Kinder – manchmal auch nur ein Kind. Dieser eine, der immer kam, war ich, weil meine Mutter mich jeden Freitag in die Jungschar schickte.

Wenn Hans und ich allein waren, hat er mich nicht nach Hause geschickt. Wir sind dann zusammen Eisessen gegangen oder haben was anderes gemacht. Dieses Erlebnis damals als kleiner Junge hat mich tief beeindruckt. Da nimmt sich ein Erwachsener von 25 Jahren Zeit, mit einem Zehnjährigen zusammen was zu machen. Ganz allein. Wow.

 

An dem Vorbild von Hans habe ich zwei Sachen gelernt:

 

Eines der wichtigsten Dinge ist die Treue.

Dranbleiben. Auch wenn es nicht einfach ist. Sogar noch 35 Jahre später erzähle ich euch heute diese Geschichte, weil der Hans mich tief beeindruckt hat. Er war nicht übermäßig für die Kinderarbeit begabt (sonst wären wohl mehr Jungs in die Jungschar gekommen). Aber er war treu. Er hat in aller Liebe und Treue seinen Dienst gemacht. Und damit hat er mein Leben maßgeblich beeinflusst.

Und das ist das zweite, was mir durch Hans deutlich geworden ist:

 

Du hast keine Ahnung, was Gott aus deiner Mitarbeit machen kann.

Hans hat damals im EC die Jungschar gemacht. Hätte er sie nicht gemacht, dann hätte es die Jungschar nicht gegeben.

Hätte es die Jungschar nicht gegeben, wäre ich wohl irgendwo anders in die Jungschar gegangen (z. B. in den CVJM) – meine Familie war im CVJM und Kirchengemeinde aktiv – ich war der erste im EC.

Aber weil Hans die Jungschar in aller Treue anbot, bin ich in den EC gekommen. Dadurch habe ich Prediger aus der Ev. Hochschule Tabor kennen gelernt.

Dadurch kam ich nach Tabor. Dort habe ich meine Frau kennen gelernt. Nach dem Studium war ich als Pastor in der Pfalz und später als EC-Referent im EC-Bayern.

Und nach dem EC-Bayern haben meine Frau und ich das Orientierungsjahr Lebenstraum angefangen, das jetzt seit 5 Jahren läuft.

Verstehst du: Hätte Hans damals nicht in aller Treue die Jungschar gemacht – und hätte die Jungschar mangels Beteiligung geschlossen – dann wäre mein Leben wohl ganz anders verlaufen: Ich wäre nicht im EC gewesen, nicht in Tabor, hätte hier nicht meine Frau kennen gelernt, wäre nicht EC-Referent geworden, hätte vielleich auch Lebenstraum nie gegründet.

 

Persönlich für dich:

Vergiss es nie:

Du hast keine Ahnung, was deine Mitarbeit für Auswirkungen haben wird.

Es lohnt sich, sich um Einzelne zu kümmern.

Es lohnt sich, mit drei Leuten eine Jungschar zu machen

Es lohnt sich, treu zu sein.

 

(Stephan Münch)

 

Ein kleiner Witz zum Schluss …

„Sag mal – warum übst du jeden Tag sechs Stunden Schlagzeug?“

„Weil ich genau weiß, wo ich hin will!“

„Und wo willst du hin?“

„In die Wohnung nebenan!“

 


Stephan Münch

Ich bin verheiratet, hab vier geniale Kinder. Meine Frau und ich leiten gemeinsam das Orientierungsjahr Lebenstraum. www.dein-lebenstraum.com

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