HALLO,

und FROHE WEIHNACHTEN!

Weihnachten – das heißt: Gott ist runtergekommen. Toll oder?!
Darüber freuen wir uns mit dieser Jugendleitermail einfach mal gemeinsam 🙂

Dein

Stephan und Heiko

EIN WORT ZUR ERMUTIGUNG

Während sie nun in Betlehem waren, kam für Maria die Zeit der Entbindung.
Sie brachte ihr erstes Kind, einen Sohn, zur Welt, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe; denn sie hatten keinen Platz in der Unterkunft bekommen.

Lukas 2, 6-7 (NGÜ)

RUNTERGEKOMMEN

„Runtergekommen, abgestiegen,
Erde statt Himmel, da wo wir sind.
Runtergekommen, abgestiegen,
alles aus Liebe, der König wird Kind.

Da wo Streit ist, gibt es Versöhnung,
da wo Angst ist, Geborgenheit.
Da wo Hass ist, kommst du mit Frieden,
runtergekommen in unsre Zeit.  

Da wo Schmerz ist, gibt es Erlösung,
da wo Not ist, Sicherheit.
Da wo Leid ist, heilst du die Wunden,
runtergekommen in unsre Zeit.

Runtergekommen, abgestiegen,
Erde statt Himmel, da wo wir sind.
Runtergekommen, abgestiegen,
alles aus Liebe, der König wird Kind“.

(Text & Musik: © Daniel Kallauch, VOLLTREFFER, 45529 Hattingen)

Stellen wir uns kurz vor, wie Jesus im Himmel gewohnt haben muss. Ich bin sicher, dass er dort, Wolkengasse 2, ein großes Penthouse zur Verfügung hatte. Mit vielen Zimmern, tollem Ausblick auf die Erde, einem eigenen Fußballplatz im Garten. Direkte Nachbarschaft zu seinem Vater, der in Wolkengasse 1 wohnt. Ein toller Roomservice, bei dem man alles bestellen kann, was das Herz begehrt. Viele Freunde, die jeden Tag vorbei kommen – zum Spielen, Reden, Lachen, Essen und Gott loben. Kurzum, ein tolles Leben in einer super Umgebung. Besser geht’s gar nicht. 

Dieses Penthouseleben tauscht Jesus ein. Runtergekommen. Erde statt Himmel. Irdischer Stall statt himmlisches Penthouse. Ein Stall ohne Betten, ohne Fußballplatz, ohne gute Aussicht, ohne Roomservice, ohne Nähe zu Gott, ohne viele Freunde rund herum. Ein Stall ohne dichte Wände, ohne Heizung, ohne … ohne alles, eigentlich. Ein Stall, der eigentlich für Tiere nicht für Menschen gedacht ist. 

Warum Jesus diesen Tausch macht? Warum er von oben nach unten kommt? Warum er von Gott zu uns Menschen kommt? Z.B. um einen anderen Tausch vorzunehmen. Um unsere Angst in Geborgenheit zu verwandeln. Haben wir nicht alle immer wieder vor etwas Angst? Z.B. Angst vor Klassenarbeiten und Klausuren, bzw. vor den Noten, die man darauf bekommt. Viele aus Jungschar, Teen- und Jugendkreis haben einen wahren Klausrenmarathon vor Weihnachten hinter sich gebracht. Ich kann mir vorstellen, dass viele vor der ein oder anderen Klausur Angst hatten. Angst, weil es ein schwieriges Thema war. Angst, dass man mit dem Lehrer nicht klar kommt. Angst vor der Reaktion der Eltern, wenn es eine schlechte Note wird. Angst vor einem schlechten Zeugnis, einem schlechten Schulabschluss und damit einer schlechten Zukunft.

Angst bestimmt so oft unser Leben. Jesus tauscht Penthouse gegen Stall, weil er unsere Angst in Geborgenheit tauschen will. Jesus kommt Weihnachten auf die Erde, um uns ganz nah zu sein. Um uns unsere Angst zu nehmen, weil er da ist, weil er mit uns geht und uns trägt, da wo es schwierig wird. Er will uns unsere Angst nehmen, indem er uns zeigt, was wirklich zählt und die Dinge ins rechte Licht rückt.
Das macht Weihnachten möglich. Weil Jesus runterkommt. Erde statt Himmel – für uns.

Runtergekommen – das heißt ja aber auch: Verschlechtert, schäbiger, abgewirtschaftet. Auch so ist Jesus an Weihnachten runtergekommen. Aus Gott wird Mensch. So richtig verschlechtert. Der König wird Kind.

Auf einmal hat er Hunger und Durst, spürt Schmerzen und Trauer. Auf einmal ist er begrenzt in dem, was er weiß, was er sieht und was er kann. Auf einmal spürt er Ablehnung, Angst und enttäuschte Liebe. 

Warum er das macht? Warum er alles im Himmel aufgibt und Mensch wird, wie wir? Weil er uns Menschen liebt. Weil er sieht, dass wir unter Streit, Angst, Hass, Schmerz, Not und Leid leiden. Weil er sieht, dass wir uns noch so anstrengen können lieb und nett zu anderen zu sein – aber es einfach nicht hinkriegen. Selbst die Menschen, die wir am meisten lieben, belügen wir oft genug und geraten mit ihnen in Streit, verletzen sie. Wir können uns aus unserer Not nicht retten. Wir brauchen Gott dazu, der den Himmel aufgibt. Erdet statt Himmel – der König wird Kind. Wir brauchen Jesus, der uns hilft mit Angst und Streit und Hass und Leid umzugehen. Wir brauchen Jesus, um wieder eine Verbindung zu Gott zu bekommen, die uns hilft, in Versöhnung, Geborgenheit, Frieden, Erlösung und Sicherheit zu leben.
Auch das macht Weihnachten uns möglich. Möglich, weil Jesus runterkommt. Der König wird Kind.

Wir – du, ich – brauchen einen runtergekommenen Gott!

Jetzt ist Weihnachten. Runtergekommen in unsre Zeit. Jesus kommt an Weihnachten runter – für dich!
Zu dir sagt er: „Ich will runterkommen, weil ich dich liebe. Alle Schwierigkeiten, allen Schmerz etc. nehme ich dafür gerne auf mich. Ich will runterkommen, damit es für diesen Menschen Weihnachten wird.“

EIN WEIHNACHTSSEGEN

„Dein Herr, der für dich Mensch geworden ist, schenke dir dieses Weihnachten seinen Frieden. Er umgebe dich mit seiner Geborgenheit und lasse dich seine Sicherheit spüren. Er heile all Deine Wunden und mache dich froh über seine Erlösung. 

So segne dich, der Runtergekommene, der Herr, unser Gott.“

(Heiko)

ECHT WITZIG

„Ach Oma, die Trommel von dir war wirklich mein schönstes Weihnachtsgeschenk.“

„Tatsächlich?“ freut sich Oma.

„Ja, Mama gibt mir jeden Tag fünf Euro, wenn ich nicht darauf spiele!“


Heiko Metz

Heiko Metz

war Jugendpastor, Landesreferent für die Arbeit mit Kindern und hat eine Kinderfreizeiteinrichtung für benachteiligte Kinder in einer deutschen Großstadt geleitet. Er engagiert sich bei Compassion als Gemeindereferent und ist Lehrbeauftragter für Gemeindepädagogik/ Arbeit mit Kindern und Jugendlichen an der Evangelischen Hochschule TABOR. Er liebt Kaffee, Jaguare (zum Fahren, nicht unbedingt die Tiere), Bücher, Eis, Single Malt Whisky und staunt immer wieder neu über Gottes Liebe zu den Kindern dieser Welt.

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