Hey!

Wir stehen am Anfang des Jahres. Die Gruppen haben nach den Weihnachtsferien wieder begonnen. Da macht es Sinn, innezuhalten – auch als Team – und sich gegenseitig zu ermutigen, wertzuschätzen und als Gruppe zusammen zu wachsen.

Ich (Stephan) erzähle heute von einem meiner Vorbilder – und wie er mir beigebracht hat, was gegenseitige Wertschätzung verändert.

Bleib gesegnet!

Dein

Heiko und Stephan

Wort zur Ermutigung

Erinnert euch an eure Lehrer, die euch zuerst das Wort Gottes verkündeten. Denkt an all das Gute, das aus ihrem Leben hervorgegangen ist, und vertraut auf den Herrn, wie sie es taten!

(Hebr. 13,7 – Neues Leben Bibel)

Ein Mann der Wertschätzung

Im Alter von 16 wurde ich Leiter einer Jungschargruppe im beschaulichen Amberg in der Oberpfalz. Ich durfte erleben, wie die von mir gegründete Jungschar von anfangs 3-5 Jungs auf regelmäßig 12-15 Jungs anwuchs. Der Anfang war nicht einfach – aber die Gruppe entwickelte sich im Laufe der Jahre zu meinem Highlight der Woche. So fuhr ich jeden Freitag – kurz nach meinem Dienstschluss in der Elektro-Werkstatt – mit dem Fahrrad in die Gemeinde um dort mit „meinen Jungs“ eine gute Zeit zu verbringen.  

Ein Höhepunkt in jedem Jahr war die Jungscharfreizeit des bayerischen EC-Jugendverbands auf der ich als Mitarbeiter mitfuhr. Dann nahm ich möglichst viele Jungs mit auf die 10 Tage im Freizeitheim Oberschlauersbach.  

Der Leiter dieser Jungscharfreizeiten hieß Jörg. Er war für mich ein echtes Vorbild, denn er war (und ist noch heute) ein Mann, der sich wirklich um den Einzelnen kümmert. Er hatte den Einzelnen im Blick und gleichzeitig sah er die Entwicklung der Gruppe. Es war ihm ein Anliegen, die 30-40 Jungs mit Jesus bekannt zu machen, ihnen ehrlich und offen vom eigenen Leben zu erzählen. Diese Art von ihm hat mich tief beeindruckt.   

Aber eine Sache ist mir ganz besonders im Gedächtnis geblieben. Am Ende jeder Freizeit – als die Jungs bereits winkend und mit einer Träne im Augenwinkel mit ihren Eltern vom Hof gefahren waren – setzten wir uns als Mitarbeiter noch einmal zusammen. Und dann fing Jörg an: „Wir haben jetzt 10 Tage miteinander erlebt, durchlitten, durchkämpft. Wir haben gelacht, geweint – und auch manche Unstimmigkeiten beseitigen können. Wir haben uns in diesen 10 Tagen und Nächten intensiv kennen gelernt. Nun darf jeder dem anderen 1-2 Dinge sagen, die er in dieser Freizeit an ihm besonders schätzen gelernt hat.“

Und dann fingen wir an. Einer der Mitarbeiter musste zuhören und wir sagten ihm reihum, was wir besonders an ihm schätzen gelernt haben. Ganz ehrlich: Diese 1,5 Stunden Feedback waren für mich die wertvollste Zeit der Freizeit. Ich habe sehr viel über mich selbst lernen dürfen in dieser Runde. Ich war oft erstaunt, was andere in mir sehen.

Und diese Runde war Jörgs Idee. Danke Jörg 🙂 Bei ihm habe ich sie zum ersten Mal kennen und schätzen gelernt. Als ich dann selbst Jungschar- und Teenagerfreizeiten leitete, machte ich am Ende auch so eine Runde mit den Mitarbeitern. Bis heute gebrauche ich die „Wertschätzungs-Runde“ in verschiedenen Mitarbeiterteams.   

Idee für die Praxis:

Mach in der nächsten Mitarbeiterbesprechung den Vorschlag, eine Wertschätzungs-Runde zu machen. Gerade, wenn sich ein Mitarbeiterteam schon länger kennt (ein Jahr oder länger), dann ist das sehr cool und intensiv. Ganz wichtig: Plane genug Zeit dafür ein. Bei acht Mitarbeitern brauchten wir damals fast 1,5 Stunden.

Echt witzig

Als Gott Adam geschaffen hatte, stellte er fest, dass es nicht gut war dass der Mensch allein bleiben sollte. Also ließ er auf Adam einen tiefen Schlaf fallen. Als Adam erwachte, kam Gott mit Eva an der Seite auf Adam zu. Feierlich sagte Gott zu Adam: „Willst du diese Frau zu deiner Gemahlin nehmen, bis dass der Tod euch scheidet?“
Da antwortet Adam: „Ja wen denn sonst?“


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Stephan Münch

Ich bin verheiratet, hab vier geniale Kinder. Meine Frau und ich leiten gemeinsam das Orientierungsjahr Lebenstraum. www.dein-lebenstraum.com

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