Hey!

Auch heute wollen wir dir die Jugendleitermail zukommen lassen. Wir wünschen uns, dass du in Höhen und Tiefen dran bleibst und Gottes Wirken und seinen Segen spürst. Gott segne dich!

Dein Heiko und Stephan

2. Mose 15,3: „Der HERR ist ein Krieger, JHW ist sein Name.“

Für mich war die Adventszeit immer Kriegszeit. Denn Advent ist im Winter. Im Winter sind die Erdstraßen befahrbar. Es ist trocken. Aber nicht so trocken, dass die Staubschicht die Wege unpassierbar macht. Ergo, man kann Staatsgrenzen kontrollieren und versuchen auszubauen. Es ist Zeit, die Regierungsgegner zu bekriegen. Soweit die Logik hinter den alljährlichen Unruhen in Myanmar in meiner Kindheit. Ich wuchs an deren Grenze in Nordthailand auf. Regelmäßig zum Beginn der kalten Jahreszeit rollten die Panzer durch unser Dorf, auf dem Weg in die Berge.

Das machte mir aber alles keine Angst….Solange man die „richtigen“ Soldaten sah, war alles gut.
So lernte ich sehr früh, eine gut funktionierende Armee zu schätzen. Ich wusste, ich bin sicher. Mir kann nichts passieren. Und ich war überzeugt, die Männer in den Uniformen würden jeder sofort für uns als Bevölkerung in die Presche springen. Ich war fasziniert von der Entschlossenheit und Opferbreitschaft mit der die Offiziere auftraten.  

Ich weiß, dass klingt alles merkwürdig, wenn man in einem Land lebt, in dem man den Luxus hat, den Schutz der Armee nicht direkt in Anspruch nehmen zu müssen. Für mich waren diese Männer und Frauen aber Helden. Sie verließen ihre Familien, um Wildfremde zu verteidigen, deren Grenzen zu wahren und Überschreitungen zu verhindern und wenn es sein musste unmissverständlich zu sanktionieren. Versteh mich nicht falsch, Gewalt ist niemals eine Lösung. Wenn sie einem geschieht braucht man aber einen Schutz, der die Gewalt sichtlich beeindruckt.

Wenn ich an Gott dachte, und auch heute noch denke, dann ist er wie ein Vater, eine Mutter, die mich trösten und mir ein Zuhause schenken. Jesus ist wie ein Bruder, ein Freund, der mich bis heute immer begleitet hat und mich wohl besser kennt als irgendjemand.

Aber Gott ist auch mehr als das. Ich war schon immer von den alttestamentlichen Geschichten fasziniert. David und Goliath, Esther, Gideon, Juda, Josua und und und. Sie haben immer einen Gott an ihrer Seite, der es mit jedem aufnehmen kann. Mit Jedem. Mit Jeder Gewalt, und jeder Grenzüberschreitung. Und es ist SEINE Sache, sich darum zu kümmern. Ich muss mich nicht rächen, denn das ist sein Metièr. Rache geht mich nichts an. Ich weiß ich habe einen Gott, der mich beschützen kann. Der sich um meine Grenzen sorgt, und Überschreitungen nicht einfach hinnimmt. Ich darf an ihn abgeben, wenn Gewalt auf mich einprasselt. Wenn ich das ganze Chaos nicht verstehe und an den (Un)Menschlichkeit der Welt verzweifle.

Ja Gott ist auch ein Krieger. HERR ist sein Name. Und ich verstecke mich gerne hinter ihm. Denn er nimmt es mit allem auf. Hat den Himmel verlassen, um sich um uns zu kümmern. Und das ist ja auch irgendwie Advent. Trotz Kriegszeit – oder gerade Deswegen.

„Was kann man dazu noch sagen? Wenn Gott für uns ist, wer kann dann gegen uns sein?“ Röm 8,31

Noch was zum Schmunzeln:

Ein Auto fährt über die Grenze und wird von einem Polizisten angehalten. „Herzlichen Glückunsch! Sie sind der hunderttausendste Autofahrer, der diese Grenze passiert. Dafür bekommen Sie 8.200 Euro. Haben Sie schon eine Idee, was Sie damit machen?“ Der Mann am Steuer antwortet geschmeichelt: „Ich denke, ich werde erst einmal den Führerschein machen.“ Da fällt ihm seine Frau ins Wort: „Hören Sie nicht auf ihn, er ist wieder völlig betrunken!“ Der schwerhörige Opa ruft von hinten: „Wusste ich es doch, dass wir mit dem geklauten Auto nicht weit kommen werden.“ Und aus dem Kofferraum ertönt es: „Sind wir jetzt endlich hinter der Grenze?“

[ist unter Umständen als kleines Theaterstückchen zum Thema „Grenze“ nutzbar]


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