Hey!

Es lohnt sich mitten im Alltag einfach mal innezuhalten und aufzutanken. Wir wünschen dir, dass diese Jugendleitermail so eine Auftank-Station in deiner Woche ist. Dir Gottes reichen Segen in allem, was du tust – und nicht tust …

Dein Heiko und Stephan

Ein Wort der Ermutigung

„Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.“ Galater 6, 7b + 10

Koste es, was es wolle

Es gibt viele Menschen, die mich in meiner Kindheit und Jugend geprägt haben. In meiner Zeit des jungen Erwachsenenseins begegnete mir immer wieder eine neue Art von Jugendleitern: Jugendleiter, die mich aufgrund unterschiedlicher Umstände, nur für eine kurze Zeitspanne kennengelernt haben und in mich investiert haben, obwohl sie eigentlich keinerlei Verantwortung für mich hatten. Einen dieser Jugendleiter lernte ich in meinem Praxissemester kennen: Timotheus Liebscher.

Mein Praxissemester machte ich bei einem Verein, der mit einer Gemeinde zusammenarbeitete, aber der Jugendleiter der Gemeinde hatte keine direkte Zuständigkeit für mich. Trotzdem investierte er in mich und gab mir Aufgaben, in denen ich mich ausprobieren und wachsen durfte. Dadurch kam es, dass er mir während eines Planungstreffens spontan vorschlug zu predigen. In der Situation reagierte ich erstmal nicht darauf, weil es zu spontan kam, also vertagten wir das Thema. In einem späteren Gespräch kamen die Fakten: Da mich bisher weder der Jugendleiter, noch einer der Pastoren jemals bei einer Andacht oder ähnlichem gehört hatte und auch die Verantwortlichen des Vereins sich verständlicherweise nicht dazu äußern konnten, konnte mich niemand einschätzen. Auch eine frühere Predigt, die ich als Text verschickte, änderte nichts daran. Außerdem wurde die Zeit für den entsprechenden Gottesdienst knapp und es hätte mich kein Leiter begleiten können.

Über dies war es wichtig, dass der Jugendleiter mal wieder predigte. Die Chancen standen also gleich null. Timotheus Liebscher teilte mir diese Fakten ehrlich mit, bot mir aber trotzdem an, mal eine Predigt zu schreiben und ihm zu halten. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass dabei entdeckt würde, dass ich eine Gabe des Predigens hätte, würde man weitersehen. Ich sagte zu. Er hörte sich meine Predigt an und gab mir ein ehrliches Feedback, dass mir sehr weiterhalf. Allein deshalb hatte es sich schon gelohnt, eine Predigt zu schreiben. Doch dabei blieb es nicht. Er entdeckte meine Gabe des Predigens und sprach mit dem zuständigen Pastor. Beide suchten nach einem Weg, um mich ohne Zeitdruck fördern zu können. Das Ergebnis: Ich sollte das Feedback in die Predigt einarbeiten und die Predigt in einer Tochtergemeinde zu einem späteren Zeitpunkt halten.

Das bedeutete für Timotheus Liebscher: Mehr Arbeit ohne Profit! Aber davon ließ er sich nicht abhalten, bot mir seine Begleitung an und setzte sich dafür ein, dass mir eine Tochtergemeinde ermöglichte, dort zu predigen. Diese Herzenshaltung prägt mich. Ich will nicht nur auf das schauen, was ich durch eine langfristige Begleitung von Kindern und Jugendlichen in sie säen und später vermutlich davon profitieren darf, sondern ich will bereit sein, auch in diejenigen zu investieren, die ich nur eine kurze Zeit kennenlernen werde und für die ich vielleicht noch nicht einmal verantwortlich bin. So, wie Timotheus Liebscher in mich investiert hat. Koste es, was es wolle.   

Tipp für die Praxis

Gibt es Menschen in deiner Jugend, die nur für kurze Zeit da sind, aber die davon profitieren können, wenn du in sie investierst? Es lohnt sich, in sie zu investieren, auch wenn es für dich mehr Aufwand als Nutzen bedeutet!

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