Hallo!

Hast du diese Woche Gott erlebt? Wo? Wie?
Was erwartet dich in dieser Woche noch? Wo erwartest du Gott darin?

Viel Segen!

Dein
Stephan und Heiko

Wort zur Ermutigung

Da sagte Jesus: „Du glaubst, weil Du mich gesehen hast. Wie glücklich können sich erst die schätzen, die mich nicht sehen und trotzdem glauben!“ Johannes 20, 29

Habe ich einen Glauben, der trägt?

Diesen Satz habe ich noch nie so bewusst gelesen und bin seit unserem letzten Sofaabend gestern neu dankbar, dass ich einen Glauben habe, der mich trägt.

Wir haben fast jeden Donnerstag einen Sofaabend bei uns hier im Lebenstraumhaus. An diesem Abend laden wir Gäste ein, die aus ihrem Leben erzählen. Wir stellen ihnen drei Fragen: Wie und wo bist Du aufgewachsen? Wie bist Du zum Glauben gekommen? Was waren deine Herausforderungen bisher im Leben und wie bist Du damit umgegangen? 

Nun war wieder so ein Abend und ich war gespannt wie jeden Donnerstagabend, was wir heute über unseren Gast erfahren würden. Den Beruf kannte ich und ein wenig die Familiengeschichte, aber ich war gespannt, wie er zum Glauben gekommen ist, diese Geschichte kannte ich noch nicht. Zu Besuch war jemand, gerade mal Anfang 20 mit dem man lachen kann, der eine unglaubliche Ausstrahlung hat und Stärke nach außen zeigt. Er erzählte uns ziemlich krasse Geschichten aus seinem Leben. Es ging ums Allein sein, Durchkämpfen durch ein Leben voller Frust, Schmerzen, Scheidung der Eltern, Tod seines besten und einzigen Freundes, abwenden vom Glauben, einen selbst verursachten Autounfall und Erlebnissen bei denen ich wirklich geschluckt habe.

Naja und dann habe ich drauf gewartet, dass er endlich erzählt, wie er wieder zu Jesus gefunden hat. Aber es kam nicht so…. Dieser Part fiel aus. 

Auf meine Frage: „Und wie bist Du in all dem Leid zum Glauben gekommen“? hatte er keine Antwort. Im Moment hat er einfach darauf keine Antwort und kann keinen Zugang zu Gott finden. Puh, das habe ich nicht erwartet. Bei einem Sofaabend hat es sowas noch nie gegeben. Das mussten wir irgendwie aller erstmal verdauen. Und trotzdem haben wir es stehen gelassen. Und ehrlich gesagt fand ich es unglaublich, dass unser Gast da nicht einfach ne schöne Glaubensgeschichte draus gemacht hat, sondern ganz klar und ehrlich gesagt hat, nein im Moment kann ich mit dem Glauben nichts anfangen.

Da wir immer für unsere Gäste am Ende beten, haben wir ihn gefragt, ob wir auch ihn segnen dürften und für ihn beten dürften. Ich habe mich gefreut, dass er „Ja“ gesagt hat.

Er hat viel Segen an dem Abend bekommen. Ich bin gespannt wie Gott in seinem Leben wirken wird. Wie sieht gerade Dein Glaubensleben aus oder das Deiner Jugendlichen? Hast Du einen Zugang zu Gott? Habe sie einen Zugang? Oder kennst Du jemanden der zweifelt?

Jeder hat mal eine Zeit in der er zweifelt, in der er den Glauben in Frage stellt, oder nicht? Wie geht es Dir damit, wenn Dir deine Jugendlichen oder Freunde erzählen, im Moment habe ich wirklich Zweifel in meinem Glauben. Kannst Du das aushalten und auch stehen lassen? In diesen Zeiten einen Menschen zu begleiten ist herausfordernd und zugleich wichtig. Wenn Du so jemanden kennst, dann steh ihm bei, höre ihm zu und bete für ihn. Letzten Endes hat es Jesus in der Hand wann er der Person wieder begegnet.

Tipp für die Praxis:

Ein Poetry Slam – Google-definier mir Zweifel

Fangt in Eurem Jugendkreis an, Euch Eure Lebensgeschichte zu erzählen und betet anschließend für die Person.

Stellt Euch die drei Fragen:

  1. Wie und wo bist Du aufgewachsen (Familie, Geschwister…)?
  2. Wie bist Du zum Glauben gekommen?
  3. Wo hast Du Herausforderungen erlebt und wie bist Du damit umgegangen?

Zum Schluss noch was zum Schmunzeln:

Die kleine Manuela durfte heute mit in den Gottesdienst. Das Lobpreisteam sang Lieder, die ihr gefallen haben. Und sie selber hat auch mitgebetet und mitgesungen. Auf dem Nachhauseweg fragte sie ganz verwundert ihren Papa: „Du Papa, kostet der Eintritt für den Gottesdienst wirklich nur fünfzig Cent für unsere ganze Familie?“


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