Hey !

Wenn du die letzte Gruppenstunde als MitarbeiterIn denkst – was hat dich motiviert?
Wir wünschen dir heute eine motivierende Lektüre der aktuellen Jugendleitermail. Gott mit Dir!

Dein Stephan und Heiko

Wort zur Ermutigung:

Er muss immer größer werden und ich immer geringer. Johannes 3:30

Echte Helden

Wikipedia sagt ein Held ist eine Personen die eine „außeralltägliche Leistung vollbringt“. „Seine heroischen Fähigkeiten können von körperlicher Art oder auch geistiger Natur sein.“ Naja, wenn das so ist, dann ist Simson definitiv ein Held gewesen. Bei den Muskeln. Etwas Hormongesteuert, aber ordentliche Muckis.

Wenn wir uns Jesus anhören, dann sagt er „der Größte“ ist unter den Menschen Johannes der Täufer (Mt. 11:11). Aber selbst er ist kleiner als der kleinste im Himmel. Lasst uns ihn aber trotzdem mal als „den Helden“ sehen, den man sich als Vorbild nehmen kann.

Abgesehen von seinem Style mit Kamelhaarmantel und Heuschrecken als Lieblingsnahrung, gibt es da bestimmt das eine oder andere was man als Mitarbeiter von ihm lernen kann.

Drei Gedanken dazu:

1. Johannes war gerade aus

Johannes hat keinem um den Mund geredet. Er hat nicht versucht jemanden zu gefallen. Er war echt, egal mit wem er geredet hat. Er hat offen Ungerechtigkeit und Falsches angesprochen. Wie sieht das bei dir und mir aus?

2. Johannes hat niemanden an sich gebunden

Das sieht man z.B. daran, dass er als Jesus in die Öffentlichkeit tritt, er seine eigenen Jünger zu Jesus schickt, weil er mehr Antworten hat. Die ehemaligen Jünger von Johannes dem Täufer werden somit die ersten Jünger von Jesus. Er möchte für seine Jünger nur das Beste. Und genau deswegen schickt er sie zu Jesus, damit sie mit ihm unterwegs sein können. Er weiß genau, dass nur Jesus der Weg und die Wahrheit und das Leben ist.

Oft kommt es mir so vor, als wenn Leiter, Pastoren, Gruppenleiter oder Mitarbeiter in Gemeinden Jünger haben. Menschen die hinter ihnen herlaufen. Menschen die sich an ihnen orientieren. Menschen die immer mehr von ihnen wissen wollen. Menschen die versuchen ihre Bestätigung und Anerkennung aus der Beziehung zu dieser Person zu nehmen. Man hört dann so Aussagen wie: Ja genau, der und der ist mein Mentor. Ja genau, den kenne ich auch. Der ist ein Freund von mir. Oder: Der und der hat das gesagt und deswegen ist es bestimmt so.

Und auch ich selber kenne solche Gedanken sehr gut von mir. Ich mag es mit bestimmten Menschen in Verbindung gesehen zu werden. Ich finde es cool, sagen zu können, dass der und der mich in meiner Entwicklung gefördert hat.

Versteht mich nicht falsch. Ich finde es gut, wenn Menschen sich Vorbilder nehmen und mit und von ihnen lernen. Aber was Johannes hier macht, zeigt diesem Denken eine ganz klare Grenze auf.

Wenn wir wirklich den wahren Weg gehen wollen. Und wenn wir wollen, dass unsere „Jünger“ diesen Weg gehen, dann müssen wir sie auf Jesus hinweisen. Dann müssen wir sie zu Jesus schicken. Dann müssen wir ihnen ganz klar sagen, dass er der einzige Weg ist! Alles andere hat dann keinen Platz und wäre Machtmissbrauch und Missbrauch von Beziehungen die Gott uns geschenkt hat. Wir dürfen also von Johannes lernen und unsere Leute zu Jesus zu schicken.

3. Johannes macht die Jesus-Diät

Eine der größten Aussprüche von Johannes über seine Beziehung zu Jesus steht in Johannes 3 Vers 30.

Johannes muss sich hier vor Menschen verteidigen, die ihn immer wieder fragen ob er denn der Messias, der Gesandte Gottes ist, von dem man im Alten Testament lesen kann. Diese Menschen verstehen nicht, dass damit Jesus gemeint ist. Und sie fragen Johannes ob er es wirklich nicht ist.

Johannes versucht sich zu verteidigen und spricht davon, dass er nicht würdig ist für den Messias gehalten zu werden. Und beschreibt seinen Wunsch für sein eigenes Leben in Verbindung zum Messias. Zu Jesus. Er sagt in einem kurzen Satz: „ Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“

Die Jesusdiät. Ich muss abnehmen und er muss wachsen. Er soll in mir wachsen und ich muss abnehmen. Meine Gedanken über mich sollen verschwinden und seine Gedanken über mich sollen zunehmen. Meine Ziele und Werte sollen verschwinden und seine Ziele und Werte sollen in mir zunehmen. Seine Sichtweisen von einem gesunden Leben sollen in mir zunehmen und meine eigenen Sichtweisen verschwinden.

Johannes hat etwas gelernt, was uns helfen kann, unser Leben zu gestalten. Johannes hat gelernt, je weniger er in seinem Leben rumfuscht und versucht zu lenken und je weniger er in seinem Leben das Sagen hat, umso mehr hat Jesus das Sagen. Und er hat verstanden, dass sein Leben umso besser und qualitätsreicher wird, je mehr Jesus in seinem Leben vorhanden ist.

Das finde ich echt heldenhaft. Vielleicht ist „Held“ das falsche Wort. Vielleicht denken wir dabei zu sehr an Marvel-Comics oder Herkules. Wenn ich von der Wikipedia-Definition ausgehe es mit einer „außeralltäglichen Leistung“ verbinde, dann könnte ich aber beim Begriff „Held“ bleiben. Als jemand der außeralltäglich nicht an sich denkt oder auf sich hinweist, sondern auf Jesus und der Menschen zu ihm bringt und nicht an sich bindet.

Fragen zum Alltag:

Wem sollen deine Mitarbeiter folgen?

Wie viele Anteile Jesus sind gerade in dir und viele eigene?

Spricht du anderen nach dem Mund oder sprichst du auch unangenehme Wahrheiten aus?

Tipp für die Praxis:

Gestern haben wir wieder einmal Kindergottesdienst gefeiert und uns gemeinsam über Simson unterhalten. Einen „echten Helden“ aus der Bibel. Die Kinder waren beeindruckt von seiner Kraft und den langen Haaren und ich habe mir in dem Moment darüber Gedanken gemacht, ob der Kollege wirklich ein Held war. Was ist eigentlich ein Held?

Witz:

„Ihr Wagen ist völlig überladen! Ich muss ihnen leider den Führerschein abnehmen“, sagt der Polizist zu einem Autofahrer. „Aber das ist doch lächerlich. Der Führerschein wiegt doch höchstens 50 Gramm!“



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