Hallo!

Hanna und ich wohnen in einem ländlichen Gebiet. Wunderschöne Landschaft, herrliche Weinberge, ein Leben nah an der Natur. Hanna schreibt heute, was ihr wichtig geworden ist bei einem ihrer Gebetsspaziergänge … lass dich überraschen.

Ich wünsch dir eine gesegnete Woche … und viel Kraft für alles, was auf dich zu kommt!

Herzliche Grüße auch von Heiko!

Dein Stephan

Vers zur Ermutigung

Ich sehe alles, was du tust. Ich weiß, mit welcher Liebe du mir dienst und mit welcher Treue du am Glauben festhältst. Ich kenne deinen Dienst für andere und deine Standhaftigkeit. Und heute setzt Du dich noch mehr ein als früher.

Offenbarung 2,19

Treu bleiben trotz Ungewissheit

Anfang dieser Woche war ich mal wieder laufen. Eine Stunde. Einfach raus! Raus zu Jesus. Ich gehe gerne mit Jesus laufen.

Irgendwie ging es mir nicht so gut. Alles hat mich genervt. Mein Chaos zu Hause, die Ungewissheit vor der Zukunft, irgendwie war ich auch ausgepowert. Mein Glaube.

Da bekomme ich dann im Büro erstmal gar nix hin. Meine Gedanken kreisen sich um sich selbst und ich komm aus dem Gedankenkarussell nicht raus.

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass ich am besten aus dem Karussell aussteigen kann, wenn ich in die Natur gehe. Ohne Musik oder sonst einer Ablenkung. Einfach nur mit Jesus.

Am Anfang sind meine Gedanken noch chaotisch, durcheinander. Aber mit der Zeit sortieren sie sich und ich rede mir alles von der Seele.

Meine Frage ist schon ganz klar an Jesus gewesen: „Wieso ist das Leben manchmal so schwer?“ Wieso die Herausforderungen?“ Ich mach doch alles was DU willst.

In unserem Projekt Lebenstraum sind wir darauf angewiesen, dass sich junge Menschen anmelden und 10 Monate hier in der Jüngerschaftsschule leben. Von der Anzahl hängt schon auch unser Haushalt vom Verein ab.

Wir sind die letzten Jahre immer mit Teilnehmern versorgt worden, aber jedes Mal ist es ein warten darauf, dass sich genug anmelden. Und manch einer lässt sich lange Zeit bis er zusagt…

Diese Spanne auszuhalten ist unglaublich anstrengend. Und auch das habe ich meinem Herrn gesagt. „Wieso, können sich nicht einfach mal vor unserem Urlaub genug Teilnehmer anmelden“?

Kennst Du diesen Frust in deinem Glauben?  Ich finde es manchmal anstrengend. Und trotzdem bin ich gewiss, dass Jesus mein Leben sieht, es wahrnimmt und mit mir geht.

Ich hatte beim Laufen plötzlich ein Bild: Da zurzeit überall die Felder gedroschen werden, habe ich die goldenen abgeernteten Felder vor mir gesehen. Mir ist plötzlich klar geworden was es bedeutet treu zu sein. Treu in meinem Glauben und treu in meiner Arbeit.

Jedes Jahr sät der Landwirt und beackert seine Felder nach einem gleichen Schema. Jedes Jahr zur gleichen Zeit. Er weiß nicht, wie das Wetter in dem kommenden Jahr wird, und ob sich die Ernte lohnen wird. Wird das Jahr gut? Schlecht? Gibt es genug Regen? Wird es zu heiß? Und trotzdem bleibt er seiner Arbeit treu und hält sich an den Ablauf.

Mal hat er ein gutes Jahr, mal ist die Ernte nicht so gut. Und trotzdem bleibt er dran. Gott versorgt ihn.

Jesus hat mich durch dieses Bild der Felder ermutigt. Ich möchte auch so treu meine Arbeit machen, meinen Glauben und Leidenschaft leben. Dranbleiben, nicht aufgeben. Auch wenn es mal nicht so rosig aussieht, auch wenn ich mal Zweifel habe.

Wie geht es Dir im Moment im Glauben? Ist da noch Feuer? Kannst Du deine Jugendlichen anstecken? Oder läuft deine Jugendgruppe gerade nicht so gut? Kommen nur wenige? Bist Du frustriert?

Jesus kennt dich und sieht dich und geht mit dir? Er wird deine Treue belohnen. Bleib dran und gib nicht auf. Und wenn Du mal wieder am zweifeln bist ob das was Du machst noch Sinn hat, dann denk an den Landwirt, der Jahr für Jahr seine Arbeit macht, trotz Ungewissheit.

Tipp für die Praxis:

Filmtipp: Der Junge der den Wind einfing – ein Film über die wahre Geschichte eines Jungen aus Malawi, der sein Dorf durch eine geniale Erfindung vor einer Hungersnot rettete. Durch den Film wurde mir deutlich, wie wertvoll es ist, dran zu bleiben, durchzuhalten und treu zu sein.

Witz:

Eine Kirche in Schottland hat ein sehr schadhaftes Dach. Der Pfarrer ist schon ganz verzweifelt, denn niemand will für die Reparatur etwas spenden. Da fällt während des Sonntaggottesdienstes ein Stück Putz genau dem Gemeindevorsteher auf dem Kopf.

„Ich spende fünf Pfund“, meint der Vorsteher nach dem Gottesdienst.

Da hebt der Pfarrer seine Augen gen Himmel und betet: „O Herr, triff sie alle“.


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