Hey!

Es lohnt sich mitten im Alltag einfach mal innezuhalten und aufzutanken.

Wir wünschen dir, dass diese Jugendleitermail so eine Auftank-Station in deiner Woche ist.

Dir Gottes reichen Segen in allem, was du tust – und nicht tust …

Dein Heiko und Stephan

Wort zur Ermutigung

„Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit.“ – 2. Kor 12,9

Gottes Wirken in unserer Schwachheit

Es ist Donnerstagmorgen 05:45 Uhr. Mein Wecker klingelt und ich erwache mit Halsschmerzen. Ausgerechnet heute, wo ich abends im jungen Erwachsenenkreis eine Predigt halten soll. Wie soll das gehen, wenn meine Stimme kaum vorhanden ist und ich mich müde und schlapp fühle? Trotzdem verbringe ich den morgen mit Vorlesungen, während ich mich nachmittags ausruhe. Eigentlich wollte ich den Nachmittag nutzen, um die Predigt zu üben, aber dafür reicht die Konzentration nicht. Bevor ich zum jungen Erwachsenenkreis fahre, lege ich Gott die Predigt und meine Schwachheit in die Hände: „Gott, ich kann die Predigt versuchen zu halten, aber den Rest musst du machen“. Obwohl ich während der Predigt viel ablese und mir für die Vollendung mancher Sätze die Wörter fehlen, bekomme ich nach der Predigt das Feedback, dass Gott durch die Predigt Menschen tief bewegt hat. Halleluja!

Das Gefühl von Schwachheit und Unvermögen erlebe ich in der Jugendarbeit immer wieder. Meistens ist es nicht krankheitsbedingt, sondern das Gefühl, dass es so viel gibt, was getan werden müsste und so wenig, was ich tue oder tun kann. Immer wieder gibt es Sonntagabende, an denen ich vom Teenkreis nach Hause fahre und mich frage, wie wir als Mitarbeiterteam die Teens bestmöglich fördern, unterstützen und im Glauben begleiten können. Besonders durch das Studium wird dieses Gefühl verstärkt. Es gibt so viel Gutes, auf das man achten und eingehen könnte: Jugendkultur, milieusensible Arbeit, lebendiges mündiges Christsein – um nur ein paar Schlagworte zu nennen. Wie können Jugendliche dabei unterstützt werden, eine lebendige Beziehung zu Gott aufzubauen und zu vertiefen, die sich auch auf ihr Handeln im Alltag auswirkt? Eine Grundfrage, die gestellt werden muss, wenn der Teenkreis mehr sein soll, als eine wöchentliche Spaßveranstaltung, bei der es nebenbei auch noch eine Andacht gibt, um den Punkt geistliches Wachstum abhaken zu können. Doch diese Frage stößt an ihre Grenzen, wenn das Programm so sehr durchmethodisiert wird, dass die Natürlichkeit verloren geht, denn dann fühlen sich die Teens wahrscheinlich auch nicht mehr wohl. Es ist also eine Balance gefragt, die sich nicht so leicht finden lässt.

Wie gut ist es, dass es Gnade gibt und Gott uns gebraucht, egal, wie wir uns anstellen. Gottes Wirken ist besonders in unserer Schwachheit mächtig. Was für eine geniale Zusage und Ermutigung weiterzumachen, auch wenn man manchmal das Gefühl hat, zu wenig oder nicht das Richtige zu tun.

Tipp für die Praxis

Gib deine Fragen und Zweifel an Gott ab und bitte ihn, in deiner Schwachheit zu wirken. Sei gespannt, was er tun wird!

Witz

Arzt zu Patient: „Warum rennen Sie aus dem OP-Saal hinaus?“
Patient: „Die Schwester hat gesagt: Regen Sie sich nicht so auf, das ist nur eine einfache Blinddarmoperation. Sie werden es schon schaffen!“
Arzt: „Und was ist daran schlimm?“
Patient: „Sie hat es nicht zu mir gesagt, sondern zu dem Chirurgen…“


1 Comment

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Jürgen Fiebig · 30. Oktober 2019 at 18:53

Der Witz ist witzig!

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