Hallo!

heute beginnen wir mit der Reihe „Meine Vorbilder im Glauben“. Wir sieben Jugendleitermail-Autoren erzählen, welche Menschen uns in unserem geistlichen Leben besonders geprägt haben. Heute beginnt Hanna Münch von Lebenstraum.

Viel Spaß und Gottes fetten Segen!

Euer Heiko und Stephan

Deshalb sollt ihr einander Mut machen und einer den anderen stärken, wie ihr es auch schon tut. 1. Thess. 5, 11

Überlege mal, welche Person dich als erstes inspiriert hat ein Leiter zu sein? Und was hat sie dafür getan? Von wem wurdest Du motiviert? Wer hat dich ermutigt? Hat deine Gaben und Fähigkeiten erkannt und gefördert? Wer hat Dich wertgeschätzt? Oder gestärkt?

Bei mir waren es zuerst meine Eltern. Ich kann mich noch dran erinnern, dass meine Mutter immer wieder gesagt hat:“ Freu Dich darüber, wenn Dich jemand lobt und Dir sagt, dass Du etwas gut kannst. Wenn jemand Deine Fähigkeiten wahrnimmt. Nimm es dankend an.“

Sie hat wohl gemerkt, dass ich das anfangs gar nicht konnte. Das ich immer was gefunden habe, dass das Lob wieder schlechter gemacht hat. In mir war lange der Gedanke: Ich darf doch kein Lob annehmen? Ich bin doch nicht gut genug.  

Bin ich dankbar, dass meine Eltern mich darin gestärkt haben, zu meinen Gaben zu stehen, sie auszubauen und wahrzunehmen. Sie sind mir ein Vorbild darin geworden mich anzunehmen und andere Wertzuschätzen.

Aber auch mein Jugendleiter. Er hat mir etwas zugetraut er hat mir vertraut. Er hat Potential in mir gesehen, von dem ich noch gar nichts wusste. Er hat mich angenommen wie ich bin und zugelassen, dass ich auch Fehler machen darf, weil er selber auch nicht fehlerlos war. Wie cool fand ich es, dass ich auf einem Jugendevent die Moderation vor 600 Jugendlichen machen durfte. Ich hätte es mir selber nicht zugetraut, ich wäre nie auf die Idee gekommen. Mein Jugendleiter hat in mir was gesehen, was mich weitergebracht hat.

Wann hast Du das letzte Mal als Leiter deinen Jugendlichen Wertschätzung entgegengebracht? Wann hast Du ihnen das letzte Mal etwas zugetraut, ihnen vertraut? Kennst Du ihre Gaben und Fähigkeiten? Haben sie einen Platz an dem sie diese ausleben können auch wenn sie vielleicht noch nicht perfekt sind?

Man könnte auch sagen: Die Menschen wertzuschätzen heißt soviel wie, die Menschen, die du führst zu lieben.

Sie haben eigentlich 3 Fragen an dich:

  1. Liebst Du mich?
  2. Kannst Du mir helfen?
  3. Kann ich Dir vertrauen?

Sie brauchen Dich als Leiter, einen, der sie wertschätzt, der sich um sie kümmert und ihnen hilft ihr Potential zu entdecken und zu entwickeln. Was für eine Verantwortung und Chance liegen darin. Stell Dir mal vor, was für eine geniale Aufgabe Du als Leiter von GOTT bekommen hast. Du darfst den Schöpfer darin unterstützen sein Gefäß zu formen.

Wo kannst Du als Jugendleiter deinen Jugendlichen im Moment zeigen, dass Du sie liebst, dass sie dir wichtig sind? Wo kannst Du sie unterstützen, ihnen helfen ihre Gaben und Fähigkeiten auszubauen? Wo kannst Du sie ermutigen, dran zu bleiben, ihre Gaben (ihr Diamant) weiter zu schleifen. Was trägst Du dazu bei, dass sie Dir vertrauen können? Gibst Du ihnen das Gefühl, dass sie perfekt sein müssen? Oder dürfen sie bei Dir Fehler machen. 

Tipp für die Praxis

5 Punkte, die Dir helfen, Deine Mitmenschen zu ermutigen und ein Vorbild zu sein

  1. Nimm dir bewusst vor: Jeden Tag wertschätze ich einen Menschen
  2. Überlege dir konkret Schritte, wie Du andere wertschätzen kannst
  3. Schaue jeden Tag nach Möglichkeiten!
  4. Geh los und tue es! Bereichere das Leben anderer durch Wertschätzung
  5. Und dann ermutige andere, wieder andere zu bereichern durch Wertschätzung


1 Comment

[Jugendleitermail 494] Meine Vorbilder im Glauben - Teil 4 - Ermutigung für Mitarbeitende · 30. Januar 2019 at 16:52

[…] Mal um eines meiner (Heiko) Vorbilder. Ist dir beim Lesen der bisherigen Beiträge dieser Reihe (1 / 2/ 3) auch aufgefallen, dass es immer um eigentlich ganz normale Menschen ging?Das finde ich so […]

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