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Heiko und Stephan

Ein Wort zur Ermutigung

Lasst im Umgang miteinander Herzlichkeit und geschwisterliche Liebe zum Ausdruck kommen. Übertrefft euch gegenseitig darin, einander Achtung zu erweisen.
Römer 12,10

Zeit haben und zuhören

Am letzten Wochenende war ich Augsburg. Dort gestalteten wir mit unseren Lebenstraum-Teilnehmern einen Jugendabend, einen Kindertag und am Sonntag den Gottesdienst. Es war eine sehr intensive Erfahrung, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.
Ein paar Bilder davon findest du auf unserem Instagram-Account „LebenstraumUffenheim“

Aber eine Situation hat mich wirklich ins Nachdenken gebracht. Ich saß am Freitagabend beim Abendessen zwischen Teenagern vom Jugendkreis und den Teilnehmern von Lebenstraum. Direkt neben mir saß ein Mann im mittleren Alter (ca. 40) im Rollstuhl. Ich unterhielt mich ein bisschen mit ihm und merkte, dass er nur sehr langsam und zögerlich reden konnte.
Trotzdem konnte ich mich mit ihm über dies und das unterhalten. Nach dem Essen hatte ich noch ein wenig Zeit und die Jugendpastorin fragte mich, ob ich ihn nach Hause bringen könnte – er wohnte direkt im Nebenhaus.

Also fuhr ich ihn über die Straße nach Hause. Im Hinausfahren fragte ich ihn, ob er denn MS (Multiple Sklerose) hätte. Er nickte und sagte: „Ja, leider“. MS ist eine unheilbare Nervenerkrankung, die sich u.a. durch Lähmungserscheinungen auszeichnet und oft über Jahre und Jahrzehnte hinzieht.

Am Nachbarhaus fuhr er – nachdem wir uns verabschiedet hatten – selbständig hinein und ich blieb nachdenklich auf der Straße zurück. Diese Begegnung hatte mich berührt. Ich hatte den Eindruck von Gott, als wäre das jetzt genau das Richtige gewesen, mit ihm zu reden und ihn nach Hause zu bringen.

Später erfuhr ich von der Jugendpastorin, dass dieser Mann nur ganz selten in die Gemeinde kommt. Aber ich hoffe und wünsche mir, dass ich ihm ein bisschen Gottes Liebe weiter geben konnte.

Was ich für mich daraus lernen will:

Ich hab mich gefragt, ob ich im Alltag überhaupt Zeit und Muße habe, solche Menschen bewusst wahr zu nehmen? Nehme ich mir die Zeit zuzuhören, auch wenn jemand langsam spricht? Nehme ich mir die Zeit, einen Menschen nach Hause zu bringen, obwohl schon der nächste Programmpunkt wartet?

Ich habe mir vorgenommen, mir bewusst Zeit für Einzelne zu nehmen. Mich hinzusetzen, zuzuhören. Ich möchte gerne in der Fastenzeit mit bewusst Zeit nehmen. Und nicht gleich wieder loshetzen. Das wird – glaub ich – nicht einfach.

Idee für die Praxis:

Vielleich ist das auch was für dich:
Dass du dir in der Fastenzeit bewusst Zeit nimmst für andere – zuzuhören – da sein für andere.
Im Jugendkreis, im Teenkreis, in der Jungschar, im Hauskreis.
Wer braucht ein offenes Ohr, eine helfende Hand – und zur Not kannst du den nächsten Programmpunkt nach hinten verschieben.

Echt witzig

Ein Junge hilft einer alten Nonne über die Straße.
Sie: Vielen Dank, mein Kleiner.
Er: Kein Problem. Batmans Freunde, sind auch meine Freunde.


Stephan Münch

Stephan Münch

Ich bin verheiratet, hab vier geniale Kinder. Meine Frau und ich leiten gemeinsam das Orientierungsjahr Lebenstraum. www.dein-lebenstraum.com

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